Sonntag, 23. Juni 2013

Navi am Schwenkarm


Nach drei Jahren Seafarer wollte ich mal wieder zurück zur digitalen Welt. Der Schwenkarm ist klasse, also bleibe ich dabei (wenn das Ding nur stabil genug ist). Her muss eine hübsche Holzkiste mit Platz für das (neue, gebrauchte) Nasa Clipper Echolot. Genug Platz für mein handheld-GPS sollte daneben noch sein.

Auf der Boot habe ich letztes Jahr schon ein Restebrett Mahagoni-Bootssperrholz erstanden. Beim Schreiner um die Ecke zuschneiden lassen und dann frisch ans Werk.
Ich war leider zu ungeduldig, auch noch nach Mahagoni/Teak-Leisten zu suchen, also kurzerhand die Leisten gebeizt. Damit das ganze auch beständig wird, ordentlich mit Bootslack behandelt...

Jetzt fehlt nur noch die Elektrik. Neben der Kabelzuführung soll die Kiste auch noch eine 12V-Steckdose erhalten. So wird's gemacht.



Sonntag, 28. April 2013

Gold!

... und wieder mal ein guter Tipp von der Klassenvereinigung. Zierstreifen wird nicht gestrichen sondern geklebt. Für 14€ und 30min Arbeit ein ziemlich gutes Ergebnis:
Ok ok, ich war etwas mutig bei der Bestellung. Die 15m Goldband haben nur für Backbord gereicht. Hoffentlich kommt die Rolle für Steuerbord noch am Dienstag an!

Sonntag, 21. April 2013

Refit für den Rumpf

Eigentlich hatte ich vor, den Rumpf der svela zu lackieren, bin dann aber auf folgendes Video gestoßen:
http://www.youtube.com/watch?v=f8uS38EUa0s
Meine Herren! Das würde unserer svela auch gut stehen!

Also habe ich mir erstmal Schleifpapier besorgt. Wasserfest in den Körnungen 600, 800, 1000, 1200, 2000 und 3000. Eine Blumenspritze, um zwischendurch beim Schleifen das GFK anfeuchten zu können. Mein alter Schwingschleifer musste auch mit. Von dem Bleistift auf dem Photo ist nach der Aktion fast nichts mehr übrig...
Und so sah sie vor letztem Wochenende aus. Nach der letzten Saison abgespritzt und nur grob gereinigt. Das Polieren/Wachsen in den letzten Jahren hatte jeweils nur wenig und kurzfristigen Erfolg.

Dann ging es los. Zwischen den Schliffen immer mit Bleistift den Rumpf kariert und dann geschliffen, bis alle Bleistiftspuren weggeschliffen waren. Und das dauert und dauert... Bei den ersten Versuchen hat es mich gestört, dass das schwarze Antifouling den Rumpf verschmiert hat. Daher der Versuch, das Antifouling abzukleben. War aber eine Schnapsidee. Hat nicht gehalten und geschadet hat die schwarze Schmiere auch nicht.

Nach den einzelnen Schliffen dann jeweils mit viel frischem Wasser den Schleifschlamm weggewaschen. Das Ergebnis war jedesmal Belohnung für eine Stunde schleifen. WOW! Insgesamt bin ich nun an 4 Tagen insgesamt 24 Stunden um das Boot rumgeschlichen. Karieren, Schleifen, Waschen, Karieren, Schleifen, ...


Aber es hat sich gelohnt!
svela sieht aus wie frisch aus der Werft in Schweden! Naja, fast...





Mittwoch, 26. Dezember 2012

Neue Kleider

Gerade habe ich eine neue Sprayhood bestellt bei vegamarin.se. Und wo ich gerade so im Kaufrausch war, gleich noch neue "Däcksventil". Die alten waren schon etwas schäbig, eine ohnehin angebrochen. Ich kann es kaum erwarten, wie sich die neue Sprayhood auf der guten svela macht.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Manöverrohr aus Schweden

Über das lange Wochenende mit Freunden auf dem IJsselmeer gesegelt. Das erste mal 38 Fuß als Skipper und das erste mal ein Boot mit Bugstrahlruder... Meine Herren. Da lob ich mir doch das Rückwärtsfahren mit der Vega - eines der letzten ganz großen Abenteuer auf dieser Welt :-)

Zurückgekommen und das Manöverrohr ist da! Endlich, 4 Wochen nach Bestellung! YES! Es läuft... Das kommende Wochenende ist komplett für den Einbau reserviert und dann ab ins Wasser.


Ausgepackt, neben das alte gelegt und...
NEIN!



Haben die Kollegen mir doch tatsächlich das falsche Rohr eingepackt. Dieses Jahr ist irgendwie der Wurm drin. FSCK!

Gerade dann noch mit den freundlichen Schweden telefoniert... Das richtige Rohr geht noch diese Woche raus und soll nächste Woche hier sein... Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Oder war es doch zu optimistisch, den Liegeplatz für dieses Jahr schon zu bezahlen? .-)

Eins steht fest: Wenn das Rohr nicht bald eintrudelt, baue ich das alte Rohr wieder ein, schwinge den Sommer über bei Bedarf die Lenzpumpe und gehe die ganze Runde im nächsten Winterlager nochmal an.

Prost.

Freitag, 6. April 2012

Das Material sollte da sein...

... war es auch, nur leider saß die Welle etwas stramm im Manöverrohr. Der nächste Betrieb, der hier noch was retten könnte, war nach wieder vielen Telefonaten in der Nähe von Wuppertal gefunden. Der geringe Durchmesser (20mm) auf die Länge (1m) scheint nicht so ganz einfach zu sein für die Kollegen von der drehenden Zunft. Aber auch hier frühestens in 1-2 Wochen...
Also nach verschenkten Wochen noch mehr Wochen ohne definierten Ausgang. Wieder riskieren? Muss ja nicht sein. Gestern habe ich dann das Manöverrohr bei vegamarin.se bestellt. So hat das Elend wenigstens ein fixes Ende...

Langweilig wird mir bei meiner TODO-Liste sicher nicht werden.

Mittwoch, 4. April 2012

Das Material ist da!

Endlich. Ich habe alles beisammen für die Überholung von
  • Propeller
  • Stopfbuchse
  • Verstellmechanismus
  • Getriebe.
Insgesamt nicht so viel Kram... drei Kugel-/Nadel-Lager, diverse Simmerringe/O-Ringe, Kunststofflager für die Lagerbrille, neues Manöverrohr. Aber gar nicht so einfach, wenn man zum nächsten Salzwasser über 200km weit wohnt.

Egal. Morgen soll alles wieder in den Kahn!

Propeller

Altes Kunsststofflager auf dem Weg nach an die Freiheit.
Hier fehlte eigentlich nur ein O-Ring. Aber insgesamt ja leider auch ein neues Manöverrohr. Das Manöverrohr habe ich von Hamburg "einfliegen" lassen. Spender ist eine freundliche Werft in Hamburg. Da die geforderten 5€ wahrscheinlich unter Materialwert sind, habe ich noch eine Kiste Bier draufgelegt. Zurechtgedreht (Kürzen, Gewinde schneiden, ...) hat mir das dann die Dreherei meines Vertrauens hier in Aachen... Die Kollegen mussten auch bei meiner Stopfbuchse ran. Manöverrohr und Stopfbuchsenlager sollen morgen früh abholbereit sein.
Alt vs. neu

Da die Welle deutliches Spiel in der Lagerbrille hatte, habe ich mir aus Schweden (http://www.vegamarin.se) ein neues Kunststofflager für die Brille bestellt. Die automatische Übersetzung von google ist ja schon nicht schlecht, aber dass ich wirklich das richtige Teil bestellt habe... ein kleines Wunder.



Die Stopfbuchse

Altes Bronze-Lager - halb aus der Buchse getrieben.
Ich habe mich jetzt entschieden, die original-Stopfbuchse zu verwenden. Einen zweiten Simmerring habe ich noch gefunden, so dass das gute Stück insgesamt wohl zwei Simmerringe besitzt. Der Vorbesitzer hat mit Fett aufgespritzt, ich vermute jedoch, dass die Stopfbuchse eigentlich Öl-geschmiert gehört. Da bin ich noch in der Recherche. Die beiden Simmerringe habe ich jetzt neu organisiert, die beiden Bronze-Lager in der Stopfbuchse habe ich mir neu drehen lassen. Die sahen nicht mehr uneingeschränkt arbeitswillig aus.

Hier haben auch wieder die 200km+ bis zum Meer zugeschlagen: Simmerringe mit V4A-Feder möchte hier keiner vor Ort bestellen - der Rest vom Gebinde liegt nur rum. Alternative übers Internet war mir zu langwierig (ok, schlecht geplant .-). Der Chef hatte aber noch V4A-Federn zum selbst-Zuschneiden in der Schublade. So wird's gemacht.

Verstellmechanismus & Getriebe

Getriebe noch am Stück - aber schon gereinigt. In dem Getriebe steckt ein Nadellager und ein Kugellager. Beide fühlten sich bei Drehung nicht mehr so ganz sauber an. Mein Vorsatz war ja, alles auszutauschen, was irgendwie verschlissen ist. Also musste da Ersatz her.








Auf dem Weg dahin haben diese Seegerringe Nerven gekostet!!!
Spannend am Getriebe waren die Seegerringe. Für einen ungeübten Mechaniker und seine Frau kein einfaches Spiel. "Seegerring" ist btw. inzwischen eins der Worte, die ich nicht kannte und rückblickend auch nicht unbedingt gelernt haben wollen würde. 8-)
Ganz entspannt dagegen der Wellendichtring. Hier ganz rechts im Bild. Ich mag ihn. Wir sind gute Freunde.








Meine Dichtungen sahen btw. alle wie hier auf dem Bild aus. Nur noch ein schwer lösbarer Film auf den Bauteilen. Abkratzen, neu ausschneiden. Ich schwanke noch, welche Methode beim Ausschneiden die bessere ist:
a) Kartoffeldruck (klappt auch prima mit den Resten der Säuberung der Teile)
b) Ausmessen.
Beides kommt zu Ergebnissen. Ich urteile erstmal nicht, bis ich alles wieder sauber im Kahn habe.