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Freitag, 6. April 2012

Das Material sollte da sein...

... war es auch, nur leider saß die Welle etwas stramm im Manöverrohr. Der nächste Betrieb, der hier noch was retten könnte, war nach wieder vielen Telefonaten in der Nähe von Wuppertal gefunden. Der geringe Durchmesser (20mm) auf die Länge (1m) scheint nicht so ganz einfach zu sein für die Kollegen von der drehenden Zunft. Aber auch hier frühestens in 1-2 Wochen...
Also nach verschenkten Wochen noch mehr Wochen ohne definierten Ausgang. Wieder riskieren? Muss ja nicht sein. Gestern habe ich dann das Manöverrohr bei vegamarin.se bestellt. So hat das Elend wenigstens ein fixes Ende...

Langweilig wird mir bei meiner TODO-Liste sicher nicht werden.

Mittwoch, 4. April 2012

Das Material ist da!

Endlich. Ich habe alles beisammen für die Überholung von
  • Propeller
  • Stopfbuchse
  • Verstellmechanismus
  • Getriebe.
Insgesamt nicht so viel Kram... drei Kugel-/Nadel-Lager, diverse Simmerringe/O-Ringe, Kunststofflager für die Lagerbrille, neues Manöverrohr. Aber gar nicht so einfach, wenn man zum nächsten Salzwasser über 200km weit wohnt.

Egal. Morgen soll alles wieder in den Kahn!

Propeller

Altes Kunsststofflager auf dem Weg nach an die Freiheit.
Hier fehlte eigentlich nur ein O-Ring. Aber insgesamt ja leider auch ein neues Manöverrohr. Das Manöverrohr habe ich von Hamburg "einfliegen" lassen. Spender ist eine freundliche Werft in Hamburg. Da die geforderten 5€ wahrscheinlich unter Materialwert sind, habe ich noch eine Kiste Bier draufgelegt. Zurechtgedreht (Kürzen, Gewinde schneiden, ...) hat mir das dann die Dreherei meines Vertrauens hier in Aachen... Die Kollegen mussten auch bei meiner Stopfbuchse ran. Manöverrohr und Stopfbuchsenlager sollen morgen früh abholbereit sein.
Alt vs. neu

Da die Welle deutliches Spiel in der Lagerbrille hatte, habe ich mir aus Schweden (http://www.vegamarin.se) ein neues Kunststofflager für die Brille bestellt. Die automatische Übersetzung von google ist ja schon nicht schlecht, aber dass ich wirklich das richtige Teil bestellt habe... ein kleines Wunder.



Die Stopfbuchse

Altes Bronze-Lager - halb aus der Buchse getrieben.
Ich habe mich jetzt entschieden, die original-Stopfbuchse zu verwenden. Einen zweiten Simmerring habe ich noch gefunden, so dass das gute Stück insgesamt wohl zwei Simmerringe besitzt. Der Vorbesitzer hat mit Fett aufgespritzt, ich vermute jedoch, dass die Stopfbuchse eigentlich Öl-geschmiert gehört. Da bin ich noch in der Recherche. Die beiden Simmerringe habe ich jetzt neu organisiert, die beiden Bronze-Lager in der Stopfbuchse habe ich mir neu drehen lassen. Die sahen nicht mehr uneingeschränkt arbeitswillig aus.

Hier haben auch wieder die 200km+ bis zum Meer zugeschlagen: Simmerringe mit V4A-Feder möchte hier keiner vor Ort bestellen - der Rest vom Gebinde liegt nur rum. Alternative übers Internet war mir zu langwierig (ok, schlecht geplant .-). Der Chef hatte aber noch V4A-Federn zum selbst-Zuschneiden in der Schublade. So wird's gemacht.

Verstellmechanismus & Getriebe

Getriebe noch am Stück - aber schon gereinigt. In dem Getriebe steckt ein Nadellager und ein Kugellager. Beide fühlten sich bei Drehung nicht mehr so ganz sauber an. Mein Vorsatz war ja, alles auszutauschen, was irgendwie verschlissen ist. Also musste da Ersatz her.








Auf dem Weg dahin haben diese Seegerringe Nerven gekostet!!!
Spannend am Getriebe waren die Seegerringe. Für einen ungeübten Mechaniker und seine Frau kein einfaches Spiel. "Seegerring" ist btw. inzwischen eins der Worte, die ich nicht kannte und rückblickend auch nicht unbedingt gelernt haben wollen würde. 8-)
Ganz entspannt dagegen der Wellendichtring. Hier ganz rechts im Bild. Ich mag ihn. Wir sind gute Freunde.








Meine Dichtungen sahen btw. alle wie hier auf dem Bild aus. Nur noch ein schwer lösbarer Film auf den Bauteilen. Abkratzen, neu ausschneiden. Ich schwanke noch, welche Methode beim Ausschneiden die bessere ist:
a) Kartoffeldruck (klappt auch prima mit den Resten der Säuberung der Teile)
b) Ausmessen.
Beides kommt zu Ergebnissen. Ich urteile erstmal nicht, bis ich alles wieder sauber im Kahn habe.

Dienstag, 6. März 2012

Fotostrecke - Der Propeller muss ab!

Letztes Wochenende war ich auf dem Technik-Workshop der Vega-Klassenvereinigung. Jetzt muss das mal in die Tat umgesetzt werden.

Ziel: Nichts ölt mehr, nichts tropft mehr (besonders meine Stopfbuchse) - alles, was zwischen Propeller und Motor an Verschleißteilen steckt, soll einmal ausgetauscht werden.

Erstes Etappenziel ist der Verstellpropeller:

Da ist das gute Stück!

Zunächst mal muss die Schraube ab.

geschafft!

Dann mal die Inbusschrauben lösen.

Hier irgendwo muss das Ding wohl geteilt werden.

Voila!
Oh oh, und jetzt Vorsicht beim Abziehen. Ich habe mir leider das Gewinde der Welle mit dem Abzieher  zerstört. "Der Dreher meines Vertrauens" hat es dann nachgeschnitten. Obacht! Zölliges Gewinde! Also besser vorm Abziehen Gewinde schützen... Der Hinweis steht natürlich auch in der Anleitung von Dieter Främbs aus der Klassenvereinigung. Aber wer liest schon, wenn man auch schrauben kann .-)

Sehr, ...

... sehr lecker!

Das Kreissegment muss raus...

... und hier ist es schon.

Hier nicht mehr.
Nochmal sehr lecker...

Schon besser!